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Schwere Beine: Eine Frau auf einem Holzhocker cremt sich ihr Bein ein.
iStock/Bogdan Kurylo
Symbolbild

Geschwollene und schwere Beine und Füße können auf eine Venenschwäche hinweisen. Kneippsche Güsse und Heilpflanzen unterstützen die Venen und lindern die Beschwerden.

Eigentlich kommt unser Körper gut mit höheren Temperaturen zurecht. Gesunde Venen helfen ihm dabei, sich selbst Kühlung zu verschaffen: Bei Hitze dehnen sie sich aus, es strömt mehr Blut in die Haut und kann dort Wärme nach außen abgeben. Bei Venenproblemen klappt das nicht mehr so reibungslos. Auch der Alltag sitzend im Büro, Berufe, bei denen man lange stehen muss, oder lange Abende auf der Couch sind auf Dauer nicht gesund für unsere Venen.

Wenn sich Blut staut

Durch die Venen fließen täglich etwa 7.000 Liter Blut entgegen der Schwerkraft zum Herz. Kleine Venenklappen an den Innenwänden der Gefäße sorgen dafür, dass das Blut nicht wieder zurückfließt. Sie öffnen sich für das Blut, das in Richtung Herz fließt, und blockieren den Rückfluss.

Bei Venenerkrankungen ist dieser Vorgang gestört, da die Venenklappen nicht mehr ausreichend schließen. Das Blut sackt zurück in die Beine, Flüssigkeit tritt ins angrenzende Bindegewebe aus. Anfangs  treten diese Schwellungen (Ödeme) nur gelegentlich auf und verschwinden über Nacht wieder oder zeigen sich in Form von Besenreisern.

Dauerhafte Venenerkrankungen sind aber gar nicht so selten und betreffen auch jüngere Menschen. Bestehen die Beschwerden über Jahre, sprechen die Mediziner von chronisch-venöser Insuffizienz, wobei Entzündungen und Thrombosen entstehen können.

Die Ursachen

Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Oft führt ein schwaches Bindegewebe dazu, dass die Venen nicht genug Halt durch die Muskeln bekommen. Vor allem in der Schwangerschaft treten Wassereinlagerungen vermehrt auf. Auch Bewegungsmangel und Übergewicht verstärken die Probleme. Die Veranlagung zu schwachen Gefäßen ist zudem oft erblich bedingt. Mehr zu chronischen Venenleiden lesen Sie in unserem Beitrag 7 Verwöhntipps für die Venen.

Typische Sommerbeschwerden

Sind die Venen bereits vorgeschädigt, halten sie dem Druck des Blutes nicht stand und erweitern sich, was sich bei Wärme noch verstärkt. Die Venenklappen schließen dann schlechter und nicht vollständig, das Blut staut sich in den Gefäßen. Flüssigkeit wird in das umliegende Gewebe gedrückt und die Betroffenen klagen über müde, schwere Beine und geschwollene Füße.

Natürliche Muskelpumpe unterstützt die Venen

Die Beinvenen verrichten Schwerstarbeit. Allein können sie das aber nicht. Als natürliche Pumpe für den Blutfluss dienen Fuß- und Beinmuskeln, die die Venen umgeben. Mit jeder Anspannung pressen sie das Blut gegen die Schwerkraft von den Füßen zum Herz. Diese Wadenmuskelpumpe wird bei vielen alltäglichen Aktivitäten wie Gehen, Laufen, Treppensteigen oder Radfahren in Gang gesetzt.

Kalte Dusche lindert schwere Beine

Für Abkühlung und bessere Durchblutung sorgen kalte Güsse oder Wechselduschen nach Sebastian Kneipp. Durch die kalt-warmen Reize des Wassers verengen und weiten sich die Blutgefäße, so wird die Pumpfunktion der Venen unterstützt. Weitere positive Effekte: Indirekt werden Kreislauf und Stoffwechsel aktiviert und das Immunsystem gestärkt.

Kneippen zu Hause

Die Wasseranwendungen lassen sich ganz einfach in den eigenen vier Wänden durchführen. Man benötigt nur eine Badewanne oder Dusche und einen Duschschlauch. Darauf sollten Sie achten:

– Wasseranwendungen in einem warmen Raum durchführen.
– Zugluft vermeiden.
– Der ganze Körper sollte warm sein, inklusive der Füße.
– Wechselduschen warm beginnen und immer mit kaltem Wasser beenden.
– Am rechten Fuß außen anfangen und dann außen bis zur Hüfte abduschen.
– Vor dort auf die Innenseite des Oberschenkels wechseln und wieder zurück zum Fuß strahlen. Am linken Fuß entsprechend durchführen.
– Ein Wasserguss sollte etwa 2 bis 3 Minuten dauern.
– Den Guss wiederholen: Am besten macht man die Wechseldusche zweimal.
– Beine und Füße gut abtrocknen.
– Wichtig: gut aufwärmen und entspannen.

Pflanzliche Hilfen

Häufige Venenprobleme sollten immer mit einem Arzt abgeklärt werden. Unterstützende Therapien können aber zum Beispiel kühlende Salben und Gels sein oder pflanzliche Präparate zum Einnehmen. Tabletten und Kapseln wirken wesentlich effektiver als äußerlich aufgetragene Salben oder Gels. Mit ihnen lassen sich Beschwerden wie schwere Beine deutlich lindern.

Die Arzneimittel enthalten unter anderem Auszüge aus Rosskastanien oder rotem Weinlaub. Klinische Studien deuten darauf hin, dass bestimmte pflanzliche Extrakte Entzündungen hemmen, Schwellungen reduzieren, Schmerzen lindern und die Durchlässigkeit der Blutgefäße verbessern.

Alltagstipps für starke Venen

So können Sie Ihren Venen etwas Gutes tun und schweren und geschwollenen Beinen vorbeugen:

Bei hochgelegten Beinen zirkuliert das Blut besser und die Flüssigkeit im Gewebe wird leichter abtransportiert. Winkeln Sie beim Sitzen die Beine leicht an und schlagen Sie die Beine möglichst nicht übereinander, denn dadurch werden die Venen „abgedrückt“.
Körperlich aktiv sein fördert die Durchblutung und trainiert die Muskelpumpe. Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Walken mindestens 30 Minuten am Tag unterstützen die Muskeln und Venen in den Beinen.
Mit spezieller Venengymnastik stärken Sie Ihre Waden- und Fußmuskeln ganz gezielt. Die kleinen Übungen lassen sich leicht immer wieder zwischendurch machen, wie zum Beispiel das Aufundabwippen oder Kreisen der Füße.
Zu viele Pfunde belasten Venen und Kreislauf, weil mehr Körpermasse mit frischem Blut versorgt werden muss. Günstig: Bei warmem Wetter fällt bewusstes Essen mit viel Obst und Gemüse oft leichter.
Lockere Kleidung erlaubt den reibungslosen Blutfluss bis in die Beine. Flache Schuhe unterstützen das Abrollen des Fußes. Das aktiviert Ihre Wadenmuskeln und damit die Venenpumpe.
Regelmäßiges Trinken von Wasser oder Tee „verdünnt“ das Blut, so kann es leichter zum Herz fließen.
Kompressionsstrümpfe und Stützstrümpfe üben durch ihr feinmaschiges Gewebe von außen Druck auf erweiterte Venen aus. Dadurch schließen die erschlafften Venenklappen besser. Stützstrümpfe erhalten Sie in vielen modischen Ausführungen in Ihrer Apotheke. Bei stärkeren Venenproblemen sind individuell angepasste Kompressionsstrümpfe empfehlenswert, die vom Arzt auf Rezept verordnet werden können.

Beine schnell entlasten

Fahrrad fahren in der Luft: Legen Sie sich flach auf den Rücken. Winkeln Sie die Beine im 90-Grad-Winkel an und bewegen Sie die Beine so, als würden Sie in die Pedale treten. Beine nacheinander ablegen. 2 x 30 Sekunden üben.

Volker Krüger,

Ihr Apotheker
Schwere Beine: Eine Frau auf einem Holzhocker cremt sich ihr Bein ein.
iStock/Bogdan Kurylo
Symbolbild

Geschwollene und schwere Beine und Füße können auf eine Venenschwäche hinweisen. Kneippsche Güsse und Heilpflanzen unterstützen die Venen und lindern die Beschwerden.

Eigentlich kommt unser Körper gut mit höheren Temperaturen zurecht. Gesunde Venen helfen ihm dabei, sich selbst Kühlung zu verschaffen: Bei Hitze dehnen sie sich aus, es strömt mehr Blut in die Haut und kann dort Wärme nach außen abgeben. Bei Venenproblemen klappt das nicht mehr so reibungslos. Auch der Alltag sitzend im Büro, Berufe, bei denen man lange stehen muss, oder lange Abende auf der Couch sind auf Dauer nicht gesund für unsere Venen.

Wenn sich Blut staut

Durch die Venen fließen täglich etwa 7.000 Liter Blut entgegen der Schwerkraft zum Herz. Kleine Venenklappen an den Innenwänden der Gefäße sorgen dafür, dass das Blut nicht wieder zurückfließt. Sie öffnen sich für das Blut, das in Richtung Herz fließt, und blockieren den Rückfluss.

Bei Venenerkrankungen ist dieser Vorgang gestört, da die Venenklappen nicht mehr ausreichend schließen. Das Blut sackt zurück in die Beine, Flüssigkeit tritt ins angrenzende Bindegewebe aus. Anfangs  treten diese Schwellungen (Ödeme) nur gelegentlich auf und verschwinden über Nacht wieder oder zeigen sich in Form von Besenreisern.

Dauerhafte Venenerkrankungen sind aber gar nicht so selten und betreffen auch jüngere Menschen. Bestehen die Beschwerden über Jahre, sprechen die Mediziner von chronisch-venöser Insuffizienz, wobei Entzündungen und Thrombosen entstehen können.

Die Ursachen

Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Oft führt ein schwaches Bindegewebe dazu, dass die Venen nicht genug Halt durch die Muskeln bekommen. Vor allem in der Schwangerschaft treten Wassereinlagerungen vermehrt auf. Auch Bewegungsmangel und Übergewicht verstärken die Probleme. Die Veranlagung zu schwachen Gefäßen ist zudem oft erblich bedingt. Mehr zu chronischen Venenleiden lesen Sie in unserem Beitrag 7 Verwöhntipps für die Venen.

Typische Sommerbeschwerden

Sind die Venen bereits vorgeschädigt, halten sie dem Druck des Blutes nicht stand und erweitern sich, was sich bei Wärme noch verstärkt. Die Venenklappen schließen dann schlechter und nicht vollständig, das Blut staut sich in den Gefäßen. Flüssigkeit wird in das umliegende Gewebe gedrückt und die Betroffenen klagen über müde, schwere Beine und geschwollene Füße.

Natürliche Muskelpumpe unterstützt die Venen

Die Beinvenen verrichten Schwerstarbeit. Allein können sie das aber nicht. Als natürliche Pumpe für den Blutfluss dienen Fuß- und Beinmuskeln, die die Venen umgeben. Mit jeder Anspannung pressen sie das Blut gegen die Schwerkraft von den Füßen zum Herz. Diese Wadenmuskelpumpe wird bei vielen alltäglichen Aktivitäten wie Gehen, Laufen, Treppensteigen oder Radfahren in Gang gesetzt.

Kalte Dusche lindert schwere Beine

Für Abkühlung und bessere Durchblutung sorgen kalte Güsse oder Wechselduschen nach Sebastian Kneipp. Durch die kalt-warmen Reize des Wassers verengen und weiten sich die Blutgefäße, so wird die Pumpfunktion der Venen unterstützt. Weitere positive Effekte: Indirekt werden Kreislauf und Stoffwechsel aktiviert und das Immunsystem gestärkt.

Kneippen zu Hause

Die Wasseranwendungen lassen sich ganz einfach in den eigenen vier Wänden durchführen. Man benötigt nur eine Badewanne oder Dusche und einen Duschschlauch. Darauf sollten Sie achten:

– Wasseranwendungen in einem warmen Raum durchführen.
– Zugluft vermeiden.
– Der ganze Körper sollte warm sein, inklusive der Füße.
– Wechselduschen warm beginnen und immer mit kaltem Wasser beenden.
– Am rechten Fuß außen anfangen und dann außen bis zur Hüfte abduschen.
– Vor dort auf die Innenseite des Oberschenkels wechseln und wieder zurück zum Fuß strahlen. Am linken Fuß entsprechend durchführen.
– Ein Wasserguss sollte etwa 2 bis 3 Minuten dauern.
– Den Guss wiederholen: Am besten macht man die Wechseldusche zweimal.
– Beine und Füße gut abtrocknen.
– Wichtig: gut aufwärmen und entspannen.

Pflanzliche Hilfen

Häufige Venenprobleme sollten immer mit einem Arzt abgeklärt werden. Unterstützende Therapien können aber zum Beispiel kühlende Salben und Gels sein oder pflanzliche Präparate zum Einnehmen. Tabletten und Kapseln wirken wesentlich effektiver als äußerlich aufgetragene Salben oder Gels. Mit ihnen lassen sich Beschwerden wie schwere Beine deutlich lindern.

Die Arzneimittel enthalten unter anderem Auszüge aus Rosskastanien oder rotem Weinlaub. Klinische Studien deuten darauf hin, dass bestimmte pflanzliche Extrakte Entzündungen hemmen, Schwellungen reduzieren, Schmerzen lindern und die Durchlässigkeit der Blutgefäße verbessern.

Alltagstipps für starke Venen

So können Sie Ihren Venen etwas Gutes tun und schweren und geschwollenen Beinen vorbeugen:

Bei hochgelegten Beinen zirkuliert das Blut besser und die Flüssigkeit im Gewebe wird leichter abtransportiert. Winkeln Sie beim Sitzen die Beine leicht an und schlagen Sie die Beine möglichst nicht übereinander, denn dadurch werden die Venen „abgedrückt“.
Körperlich aktiv sein fördert die Durchblutung und trainiert die Muskelpumpe. Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Walken mindestens 30 Minuten am Tag unterstützen die Muskeln und Venen in den Beinen.
Mit spezieller Venengymnastik stärken Sie Ihre Waden- und Fußmuskeln ganz gezielt. Die kleinen Übungen lassen sich leicht immer wieder zwischendurch machen, wie zum Beispiel das Aufundabwippen oder Kreisen der Füße.
Zu viele Pfunde belasten Venen und Kreislauf, weil mehr Körpermasse mit frischem Blut versorgt werden muss. Günstig: Bei warmem Wetter fällt bewusstes Essen mit viel Obst und Gemüse oft leichter.
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Abgabe in haushaltsüblichen Mengen, solange der Vorrat reicht. Für Druck- und Satzfehler keine Haftung.
1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
2) Angabe nach der deutschen Arzneimitteltaxe Apothekenerstattungspreis (AEP). Der AEP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AEP ist ein von den Apotheken in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel. Er entspricht in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Abgabepreis, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet. Der AEP ist der allgemeine Erstattungspreis im Falle einer Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen, vor Abzug eines Zwangsrabattes (zur Zeit 5%) nach §130 Abs. 1 SGB V.
3) Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP).

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Tel.: 03561 540727

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